Klappentext:

Rose betreibt ein kleines Restaurant in Marseille. Sie ist 105 Jahre alt und hat das 20. Jahrhundert mit all seinen Facetten hautnah erlebt. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von ihrem jugendlichen Gehilfen auf dem Motorrad durch die Stadt kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich auf Singlebörsen herum und fühlt sich nun alt genug, ihre Memoiren zu schreiben…

Diktator_Dessert

Inhalt:

Rose, die Hauptfigur der Geschichte, geboren am 18. Juli 1907 als Armenierin im Osmanischen Reich. Ihr Geburtsort liegt am schwarzen Meer. Sie ist 105 Jahre alt, eine hervorragend Köchin und lebt mittlerweile in Marseille. Obwohl sie in ihrem Leben viele schreckliche Dinge durchlaufen musste und einiges verloren hat, ist sie lebenslustig geblieben und steht zu ihrer Persönlichkeit, so wie sie ist.  Sie selbst sagt, dass sie im falschen Jahrhundert geboren wurde, in dem Jahrhundert in dem auch Hitler, Stalin und Mao Zedong lebten und die Menschheit heimsuchten.

Schon früh musste Rose lernen auf eigenen Beinen zu stehen und mit Leid umzugehen. Als einzige ihrer Familie überlebte Sie den Völkermord an der Armeniern und gelangte auch über fragwürdige Wege, die sie nicht unbedingt freiwillig ging, schließlich nach Frankreich. Nach ihrem Weg durch einen Harem und die Reise mit einem dicken „Liebhaber“ landet Rose schließlich als Adoptivtochter bei einer Bauernfamilie, die alle ihre vier Söhne im Krieg verloren hat. Jetzt ist alles gut sollte man glauben. Kurz vor Roses Abitur sterben ihre Adoptiveltern und ihr Vormund wird der Cousin ihres Adoptivvaters. Die Zeit der Demütigungen beginnt erneut. Rose muss die Schule abbrechen und in der Scheune schlafen.
Trotz allem findet Rose ihre große Liebe mit der sie „ausbüxt“. Eine Reise quer durch Frankreich beginnt. Doch die Zeit des Leidens ist noch lange nicht vorbei. Seit 1926 hat die Protagonistin ihr eigenes Restaurant. Zuerst in Paris, dann in Marseille.

Neben ihrer Lebensgeschichte erzählt Rose in ihren „Memoiren“ auch von ihrem heutigen Leben. Sie ist eine erfolgreiche Köchin in Marseille, führt ihr eigenes Restaurant (das „La petitte Provence“) und treibt sich auf Dating-Webseiten im Internet herum.

Die Lebensgeschichte ist von einem auf und ab geprägt. Rache ist für Rose die einzige wirkliche Gerechtigkeit.

Meine Meinung:

Rose geht mit dem Geist der Zeit und das auf eine äußerst spritzige Weise mit viel Humor aber auch einiges an Ernsthaftigkeit. Eine absolute Leseempfehlung. Ich war nach wenigen Seiten an das Buch gefesselt und konnte es nicht mehr weglegen. Aber einiges an geschichtlichem Interesse ist schon nötig um das Buch mit Freude lesen zu können. An manchen Passagen wirkt es etwas langatmig und umständlich, aber dennoch sehr spannend. Ist aber durchweg anschaulich und gefühlsbetont. Die Handlungen der Personen (vor allem Rose) sind sehr gut nachvollziehbar, da sowohl die äußere Handlung als auch dass innere Geschehen der Charaktere schön und einfühlsam ausgeführt wird.  Die historische Tiefgründigkeit und die sprachliche Gewandtheit des Autors ist absolut bewundernswert.

Die Rezepte im Anhang des Buches habe ich zwar noch nicht ausprobiert, sie klingen aber sehr vielversprechend und werden auch bald mal auf den Tisch kommen.

4 von 5 Sternen

Informationen zum Buch:

Das mir vorliegende Buch ist ein Rezensionsexemplar, das ich über das Bloggerportal der „Randomhouse-Verlagsgruppe“ erhalten habe. Vielen Dank 😉

Titel: Ein Diktator zum Dessert

Autor: Franz-Oliver Giesbert

Seitenzahl: 314 Seiten (+21 Seiten Anhang)

Verlag: Penguin Verlag

Jahr der Erstveröffentlichung: 2016

Preis: 10,00€ (Taschenbuch)

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Ein Diktator zum Dessert: Roman (Deutsch)

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