GoodAsGone

Klappentext:

Mit dreizehn wurde sie entführ. Acht Jahre später taucht sie unversehrt wieder auf. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen, bis ihre Mutter von einem furchtbaren Verdacht gequält wird…

Inhalt:

Dem Ehepaar Anna Davolos und Tom Whitaker ist das wohl schlimmste passiert was einem Ehepaar nur passieren kann. Ihr Familienglück war von einem auf den nächsten Tag zerstört; Ihre dreizehnjährige Tochter Julie wurde in der Nacht von eine völlig Fremden aus dem Haus entführt. Geklaut aus  dem Kinderzimmer! Die einzige Zeugin ist Julies kleine Schwester Jane.

Acht Jahre lang ist Anna von Albträumen geplagt und das Ehepaar sucht nach seiner verschwundenen Tochter. Alle ihre Suchaktionen haben zum selben, ernüchternden Ergebnis geführt: keine Julie. Die Polizei hat den Fall schon seit langem zu den Akten gelegt, doch plötzlich steht scheinbar die 21 jähriger Version von Julie vor der Haustür. Die Familie ist wieder vereint und alle sind glücklich.
Doch schon bald kommt zu tage, dass die Geschichte der wiedergefundenen Tochter  nicht stimmen kann. Anna hat einen furchtbaren Verdacht und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Meine Meinung:

Die Geschichte beeindruckt mit ihrer Spannung und durch die perfekte Identifikationsmöglichkeit mit den Personen. Parallelen mit dem Fall Natascha Kamputsch (alle die nicht wissen wer das ist, können hier mal klicken) sind nicht von der Hand zu weisen. Es scheint stellenweise fast so als hätte der Fall der Autorin als Inspiration gedient. Die Gefühlswelt der Personen ist durch die einfühlsame und auf den Punkt gebrachte Sprache gut nachzuempfinden. Dennoch ist die Stimmung nicht allzu bedrückend, sondern man erfährt deutlich die Wechsel von „zum Tode betrübt“ bis zu „himmelhoch jauchzend“ und alles dazwischen.

Parallel zur „Hauptgeschichte“ wird die Lebensgeschichte der vermeintlichen Julie rückwärts, also von ihrem 21 jährigen ich bis in ihre Kindheit erzählt. Dabei werden ihre Lebensstationen, die sie unter falscher Identität durchlebt hat, aufgezeigt.
Diese Einschübe über die Lebensgeschichte der neuen Julie stören die Handlung zwar nicht, sind aber, vor allem am Anfang des Buches eher verwirrend. Zu Beginn ist es nicht klar wer diese Person wirklich ist. Allerdings tragen diese Lebensabschnitte der „neuen“ Tochter doch zur Aussage des Buches bei. Good As Gone beschäftigt sich mit der Fragestellung, was Persönlichkeit und menschliche Identität überhaupt ausmacht. Die neue Julie hat so oft ihre Identität gewechselt. Vom Pflegekind über das Zimmermädchen bis zur Stripperin. Und das alles als „andere Person“.
Wie gut kennen wir die Menschen wirklich die wir lieben? Das ist eine Interessante Frage die das Buch unter anderem behandelt.
Good As Gone ist ein spannender, philosophischer Roman, der dennoch die Philosophie so unterbringt, dass es wirklich Spaß macht ihn zu lesen. Zugegeben, die Grundidee ist nicht neu, aber sehr gut ausgeführt und spannend erzählt. Das macht einen Thriller aus. Eine klare Leseempfehlung! Ich persönlich hoffe auf weitere Bücher von Amy Gentrey.

5 von 5 Sternen

Informationen zum Buch:

Das mir vorliegende Buch ist ein Rezensionsexemplar, das ich über das Bloggerportal der „Randomhouse-Verlagsgruppe“ erhalten habe. Vielen Dank 😉

Titel: Good As Gone

Autor: Amy Genry

Seitenzahl: 317 Seiten

Verlag: C.Berelsmann

Jahr der Erstveröffentlichung: 2017 (deutsche Fassung)

Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

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Good as Gone: Roman (Deutsch)

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