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Inhalt:

Icare, der eigentlich viel lieber Zucchini genannt werden will, lebt, seit sein Vater mit einer anderen Frau der „Pute“ weggegangen ist, bei seiner Mutter. Die arbeitslose Alkoholikerin kümmert sich kaum um ihren Sohn und Zucchini muss schon früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Nur wenn er etwas dummes macht bekommt er Aufmerksamkeit in Form einer „Abreibung die sich gewaschen hat“.
Nach dem Tod seiner Mutter lernt Icare den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Balger sofort ins Herz schließt.Da er niemanden mehr hat landet Zucchini im Kinderheim. Dort wird er von der Truppe gut aufgenommen und ist zum ersten Mal wirklich ein Kind. Geborgenheit und Zusammenhalt waren bis zu diesem Zeitpunkt Fremdwörter für Icare.
Auch die Heimbetreuer kümmern sich großartig um ihre Schützlinge und ermöglicehn den Kinder, die schon genug Schreckliches erleben mussten, eine sorgenfreie Kindheit.
Als dann noch Camille in das Kinderheim einzieht erlebt Zucchini zum ersten Mal was Verliebtheit ist und sein Herz schlägt höher. Auch sein Freund, der Gendarm Raymond, hält sein Versprechen und besucht Zucchini (fast) regelmäßig.

Meine Meinung:

Nach der Menge an Thrillern die ich in den letzten Wochen gelesen habe brauchte ich wirklich mal wieder etwas anderes. Mein Leben als Zucchini klang aufgrund der Kritik der Bild am Sonntag sehr verführerisch.

Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend, so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch.
Bild am Sonntag

Und ja, das Buch ist etwas ganz Besonderes! Einzigartig und nicht wirklich einem Genre zuzuordnen. Mit seiner Brillianz sprengt der Inhalt die Grenzen dessen was man von einem Roman erwartet. Traurig, rührend, einfühlsam all das trifft zu! Die kindliche Perspektive der Geschichte brauch am Anfang zwar etwas Eingewöhnungszeit, ist aber eben auch der Reiz an diesem Buch. Die vielen dramatischen Ereignisse in Zucchinis Leben klingen harmloser als sie es sind, weil der kleine Junge die gesamte Tragweite des ganzen noch nicht so ganz erfassen kann.

Neben dem kleinen Zucchini ist da auch noch die tolle Truppe aus dem Heim, die alle, obwohl sie noch so jung sind, eine interessante und eigne Persönlichkeit haben. Alle Personen werden sehr konkret und einfühlsam beschrieben. Der dicke Jujube, der obertolle Simon, der weinerliche Achmed, … Auch die Erwachsenen werden als sympathische Charaktere gezeichnet und tragen dadurch maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei.

Das Buch ist absolut zu empfehlen, aber trotzdem sicherlich nicht jedermanns Sache. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen. Schaft man die Magie und die Aussage der Geschichte zu finden, so wird man einige Botschaften finden die wirklich etwas wert sind. Einziger Wermutstropfen an diesen herausragenden Werk sind die (etwas zu häufigen) Druckfehler. Bei dieser Geschichte kann man da aber wirklich drüber hinwegsehen.

Fast perfekt und deswegen auch (ausnahmsweise) nur fast 5 Sterne 😉

4,9 von 5 Sternen (4+ Sterne)

Informationen zum Buch:

Das mir vorliegende Buch ist ein Rezensionsexemplar, das ich über das Bloggerportal der „Randomhouse-Verlagsgruppe“ erhalten habe. Vielen Dank 😉

Titel: Mein Leben als Zuccini

Autor: Gilles Paris

Seitenzahl: 238 Seiten

Verlag: Knaus

Jahr der Erstveröffentlichung: 2004 (deutsche Ausgabe), 2017 (Neufassung zum Film; dt.  Ausgabe)

Preis: 14,99€ (Taschenbuch)

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Mein Leben als Zucchini: Roman (Deutsch)
Film zum Buch: Mein Leben als Zucchini

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